Vorankündigungen

Frühjahr 2018
Bernhard Albers: Helmut Käutner. Filmemacher und Pazifist  Die Kinofilme 1939-1970
Cyrus Atabay: Prosperos Tagebuch
Helmut Braun (Hrsg.): Liebstes Fräulein Moore - Beautiful Rose  Rose Ausländer und Marianne Moore
Arnolt Bronnen: Septembernovelle
Josef Burg: Mein Czernowitz  Erzählungen
Georg Drozdowski: Odyssee  XXX. Gesang
Nelly Sachs: Glühende Rätsel  Gedichte
Ernst Schönwiese: Gedichte
Georg Trakl: Winkel am Wald
Paul Verlaine: Gedichte I
Victor Wittner: Sprung auf die Straße

Sommer 2018
SAID: vom wort zum haus  Gedichte

Herbst 2018
Hans Bender: Hermann Lenz  Briefe
Reinhard Kiefer: Die Heimat des Zögernden
Thomas Stölzel: Aus den Notizbüchern eines Menschenforschers
Immanuel Weißglas: Gottes Mühlen in Berlin  Gedichte

Frühjahr 2019
Bernhard Albers: Michael Guttenbrunner oder Eine Köpenickiade im Hause Zuckmayer
Reinhard Kiefer: Gedichte durchziehen den Himmel  Ausgewählte Gedichte
Moses Rosenkranz: Der Hund  Erzählung

 

 
   

Frühjahr 2018

   

 

 
 
Liebstes Fräulein Moore – Beautiful Rose
Rose Ausländer und Marianne Moore

Briefe, Gedichte, Fotos, Dokumente, Bücher und wissenschaftliche Texte.
Herausgegeben und kommentiert von Helmut Braun
(Rose Ausländer-Gesellschaft: Materialien zur Literatur Bd. 6)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 87)
zahlreiche Abb., ca. 160 S., Klappenbrosch., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-352-8 ISBN 3890863523
 
 

 

Liebstes Fräulein Moore – Beautiful Rose

Rose Ausländer und Marianne Moore

 

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Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Paul Verlaine
Gedichte I

Zweisprachige Ausgabe französisch/deutsch
Übersetzt von Frank Stückemann
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 117)
500 S., geb., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-333-7 ISBN 3890863337
€ 45,-  
 
 

 

Poèmes saturniens / Saturnische Gedichte;
Fêtes galantes / Galante Feste;
La bonne Chanson / Das gütige Lied;
Romances sans paroles / Unsägliche Romanzen;
Sagesse / Weisheit

 
«Zäsur ist der Herzschlag des dichtenden Geistes und läßt sich nicht nachahmen, wie Wohllaut.»

Heinrich Heine

 
Vorliegende Übersetzung der Œuvres poétiques von Paul Verlaine nach der klassischen Garnier-Ausgabe von J. Robichez (einzelne Vorabdrucke in Sinn und Form 2017) bildet erstmals den Alexandriner als französisches Versmaß aller Dinge konsequent nach, an dessen Nähe bzw. Ferne die Poetik dieses Dichters («Eloquenz muß man den Hals umdrehen») überhaupt bestimmbar wird. Präzision im Gebrauch von Metren, Reimschemata, Zäsur etc., vor allem aber der Gebrauch von geprägten Formen sind Rückgriffe auf die altfranzösische Musiktradition: Verlaine komponierte Gedichtbände wie Suiten mit Tanzsätzen und verwies noch 1889 im Vorwort zu Parallèlement auf «die besondere Tonart des vorliegenden Teils einer gesamten Folge.» Diese Musikalität analysierte der Übersetzer 2009 in Germanisch-Romanische Monatsschrift. Sie revolutionierte die Dichtung der Moderne, nicht zuletzt bei der Erschließung christlicher Mystik. Die Übersetzung erstrebt einen möglichst schlichten Satzbau und natürlichen Sprachduktus nach Maßgabe des Originals.
 

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Nelly Sachs
Glühende Rätsel

Gedichte
Nachwort Michael Braun
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 115)
brosch., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-339-9 ISBN 3890863396
 
 

 

Nelly Sachs.

Glühende Rätsel.

Briefe von Nelly Sachs

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Arnolt Bronnen
Septembernovelle

(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 108)
ca. 60 S., brosch., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-332-0 ISBN 3890863329
 
 

 

Arnolt Bronnen.

Septembernovelle.

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Ernst Schönwiese
Gedichte

Ausgewählt von Christoph Leisten
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 73)
brosch., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-382-5 ISBN 3890863825
 
 

 

Ernst Schönwiese, 1905 in Wien geboren, starb 1991 in seiner Geburtsstadt. Vor dem Krieg arbeitete er als Publizist und Dozent. Nach dem Krieg war er Programmdirektor beim Österreichischen Rundfunk, wo er für die Literaturvermittlung große Verdienste erwarb. Zugleich war er als Herausgeber einer Literaturzeitschrift und als Übersetzer tätig.

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Georg Trakl
Winkel am Wald

Ausgewählte Gedichte
Hrsg. und Nachwort Reinhard Kiefer
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 98)
brosch., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-384-9 ISBN 3890863841
 
 

 
 
Georg Drozdowski
Odyssee

XXX. Gesang
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 89)
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 104)
ca. 72 S., Klappenbrosch., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-338-2 ISBN 3890863388
 
 

 

Georg Drozdowski (1899–1987) wurde in Czernowitz geboren und veröffentlichte dort in der Zwischenkriegszeit seine erste Lyriksammlung. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ er sich in Klagenfurt nieder, wo er als Kulturredakteur der Kärntner Volkszeitung mit seinen journalistischen Arbeiten über zwei Jahrzehnte das kulturelle Leben Kärntens begleitete. Sein literarisches Werk umfaßt ernste und heitere Lyrik, erzählende Prosa, Hörspiele, Bühnenstücke und Übersetzungen aus dem Polnischen und Rumänischen.

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Bukowiner Literaturlandschaft

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Josef Burg
Mein Czernowitz

Erzählungen
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 88)
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 103)
ca. 144 S., brosch., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-337-5 ISBN 389086337X
€ 25,-  
 
 

 

Josef Burg, geboren 1912 in Wischnitz/Bukowina, starb 2009 in seiner Heimatstadt. Er trat schon früh mit seinen in jiddischer Sprache verfassten Erzählungen hervor (…). Burgs Figuren bevölkern das weite aufgerissene Land zwischen Wien im Westen und Baby Yar im Osten, zwischen Vilnius im Norden und Bukarest im Süden, das Gebiet, in dem einst über zehn Millionen Menschen Jiddisch gesprochen haben. Seine Erzählungen (…) geben (…) auch angesichts des Verhängnisses den Kampf um Spielräume menschlicher Entscheidungsmöglichkeiten, um Nischen der Verständigung so wenig auf, wie Burg selbst seine Muttersprache, in all ihrer Plastizität und zupackenden Konkretheit, aufzugeben bereit ist.

Armin Eidherr

Titel von Josef Burg

Bukowiner Literaturlandschaft

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Cyrus Atabay
Prosperos Tagebuch

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 116)
Klappenbrosch., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-334-4 ISBN 3890863345
 
 

 

Cyrus Atabay, geboren 1929 in Teheran, Schulzeit 1937–45 in Berlin, Studium der Literaturwissenschaft in München. Lebte abwechselnd in Europa und im Iran. Seit der iranischen Revolution 1978 lebte er zunächst in London, seit 1983 in München. Atabay schrieb ausschließlich in deutscher Sprache. Er erhielt 1957 den Hugo-Jacobi-Preis, 1960 den Berliner Förderpreis für Literatur und 1984 den Literatur-Preis der Stiftung zur Förderung des Schrifttums. Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Atabay starb 1996.

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Victor Wittner
Sprung auf die Straße

Gedichte
Hrsg. und Nachwort von Armin Eidherr
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 90)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 118)
brosch., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-331-3 ISBN 3890863310
 
 

 

Victor Wittner.

Sprung auf die Straße.

Bukowiner Literaturlandschaft

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Bernhard Albers
Helmut Käutner
Filmemacher und Pazifist

Die Kinofilme 1939–1970
fadengeh. Klappenbrosch., ersch. Frühjahr 2018
ISBN 978-3-89086-329-0 ISBN 3890863299
 
 

 

Bernhard Albers.

Helmut Käutner. Filmemacher und Pazifist.

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Sommer 2018

   

 

 
SAID
vom wort zum haus

gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 119)
brosch., ersch. Sommer 2018
ISBN 978-3-89086-327-6 ISBN 3890863272
 
 

 

SAID.

vom wort zum haus.

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
   

Herbst 2018

   

 

 
Thomas Stölzel
Aus den Notizbüchern eines Menschenforschers

Prosa
(Rimbaud-Taschenbuch)
ca. 100 S., Klappenbrosch., ersch. Herbst 2018
ISBN 978-3-89086-335-1 ISBN 3890863353
€ 15,-  
 
 

 

Thomas Stölzel, tätig als Autor und Herausgeber. Lebt in Berlin.
Jüngste Buchveröffentlichungen: Ich grase meine Gehirnwiese ab (2011); Staunen, Humor, Mut und Skepsis (2012); Fragen – Lösen – Fragen (2013); Die Welt erkunden (2015). Er hat gemeinsam mit Simone Stölzel mehrere Bücher von und über E.M. Cioran und W. Somerset Maugham herausgegeben.

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Reinhard Kiefer
Die Heimat des Zögernden

Ein Satzbau III
brosch., ersch. Herbst 2018
ISBN 978-3-89086-330-6 ISBN 3890863302
 
 

 

Reinhard Kiefer, 1956 in Nordbögge geboren, Lyriker, Erzähler, Romancier. Der Rimbaud Verlag veröffentlicht seit 1981 sein Gesamtwerk.

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Immanuel Weißglas
Gottes Mühlen in Berlin

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 75)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 99)
brosch., ersch. Herbst 2018
ISBN 978-3-89086-393-1 ISBN 3890863930
 
 

 
 
Hans Bender
Hermann Lenz

Briefe
Hrsg. von Hans Georg Schwark und Walter Hörner
(Rimbaud-Taschenbuch)
ersch. Herbst 2018
ISBN 978-3-89086-328-3 ISBN 3890863280
 
 

 

Hans Bender.

Hermann Lenz. Briefe.

Hans Bender, 1919 in Mühlhausen/Kraichgau geboren, lebte seit 1959 in Köln. Nach der Kriegsgefangenschaft Fortsetzung des Studiums der Literatur- und Kunstgeschichte in Heidelberg, Herausgeber der Literaturzeitschriften Konturen und Akzente sowie zahlreicher Anthologien. Veröffentlichte Gedichte, Kurzgeschichten, Erzählungen, zwei Romane und Aufzeichnungen, Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt Kulturpreis Köln 2000 sowie Ehrengabe 2006 der Deutschen Schillerstiftung von 1859, Weimar. Hans Bender starb 2015.

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Frühjahr 2019

   

 

 
Reinhard Kiefer
Gedichte durchziehen den Himmel

Ausgewählte Gedichte
Hrsg. und Nachwort von Mohammad Khallouk
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 114)
brosch., ersch. Frühjahr 2019
ISBN 978-3-89086-341-2 ISBN 3890863418
 
 

 

Reinhard Kiefer, 1956 in Nordbögge geboren, Lyriker, Erzähler, Romancier. Der Rimbaud Verlag veröffentlicht seit 1981 sein Gesamtwerk.

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Bernhard Albers
Michael Guttenbrunner
oder Eine Köpenickiade im Hause Zuckmayer

(Rimbaud-Taschenbuch)
brosch., ersch. Frühjahr 2019
ISBN 978-3-89086-348-1 ISBN 3890863485
 
 

 

Michael Guttenbrunner wurde 1919 in Althofen in Kärnten geboren. Er lebte seit 1954 in Wien, wo er 2004 starb. Seine präzise Arbeit am Text ist an Karl Kraus geschult. Mit seinem Werk ist er für die österreichische Literatur durchaus das, was Ludwig Hohl für die Schweiz bedeutet.

Die Wehrmachtsakten im Österreichischen Staatsarchiv lassen keinen Zweifel daran, daß Guttenbrunner weder aktiv gegen das Hitlerregime Widerstand leistete, noch aus diesem oder einem anderen Grunde zum Tode verurteilt wurde.

Als Michael Guttenbrunner auf meine Anregung hin nach zwanzig Jahren wieder veröffentlichte, habe ich auf dem Klappentext vermieden, mit dem Autor als Widerstandskämpfer zu werben.
Kurze Zeit nach dem Tod des Autors zwang uns, also den Rimbaud Verlag, seine Tochter und Erbin gerichtlich, die Rechte an der sechzehnbändigen Werkausgabe abzutreten und tausende Bücher zu makulieren. Ein unglaublicher Schaden.
Viele Jahre ist sein Werk seitdem nicht lieferbar. Dafür erscheinen apologetische Studien über ihn:
(1) Vinzenz Jobst: Guttenbrunner. Rebellion und Poesie. Klagenfurt 2012.
Im Hinblick auf Guttenbrunners eigene Legendenbildung, er sei im Zweiten Weltkrieg als Widerstandskämpfer zum Tode verurteilt worden, heißt es:
«Es kann keine Rede davon sein, Guttenbrunner habe später seine Vergangenheit bewusst unrichtig wieder gegeben.»
Jobst behauptet mehrmals ohne jeden Beleg, dass «Ende Juli 1944 sogar das Todesurteil gegen ihn erwogen worden war.»
Besonders geschmacklos sind meiner Meinung nach in diesem Kontext die Kapitel über Guttenbrunners «Bruder Josef, ein Landesvater». Dann: «Die andere, herausragende männliche Persönlichkeit in der Familie Guttenbrunners ist Carl Zuckmayer.»
(2) Michael Guttenbrunner. Über Bildende Kunst und Architektur, aus dem Nachlass herausgegeben und kommentiert von Angelica Bäumer. Klagenfurt/Graz 2014.
Auf dem Buch sehen wir ein beeindruckendes Foto Guttenbrunners Arbeitszimmer. Es existiert nicht mehr.
Posthum wird Guttenbrunner als Kunstschriftsteller und Briefeschreiber rehabilitiert, nicht ohne sogleich eingangs zu behaupten, dass er nur knapp der Hinrichtung entgangen sei. Ferner wird frank und frei von «Widersetzlichkeit» gesprochen, ohne die Gründe dazu zu nennen, die die Prozessakten offenbaren.
Ich musste an Elisabeth Förster-Nietzsche denken, wenn sich am Schluss beide Autoren bei Katharina Guttenbrunner für die Genehmigung der Abdruckrechte für die Texte ihres Vaters bedanken.
Der Löcker Verlag in Wien kündigt seit Jahren den Beginn einer Werkausgabe an. Warum erscheint sie nicht? In der Ankündigung ist zwar von einer «Todesstrafe» Guttenbrunners nicht mehr die Rede, aber das Wort «Widersetzlichkeit» deutet immer noch auf die Legendenbildung vom Widerstand Guttenbrunners im Dritten Reich hin.

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Moses Rosenkranz
Der Hund

Franz Dubas Bericht
Erzählung
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 85)
ca. 176 S., geb., ersch. Frühjahr 2019
ISBN 978-3-89086-347-4 ISBN 3890863477
 
 

 

Im Nachlass von Moses Rosenkranz entdeckten wir unter anderem ein Typoskript, eine bedeutende Erzählung über einen Hund, den die nationalsozialistischen Mörder zur Bestie abzurichten versuchen – zu einem Teil ihrer Tötungsmaschinerie.

Folter mit Hilfe von Hunden, Hunde, die zur Bewachung von Häftlingen eingesetzt wurden, gab es in vielen Konzentrationslagern. Die Geschichte, die Moses Rosenkranz erzählt und die auf einer Burg handelt, ist jedoch unvergleichlich bestialisch und doch unglaublich menschlich. Wir wissen bis jetzt nicht, was und welche Orte ihm die Impulse für diese Erzählung gaben.

Der Band wird von Prof. Dr. Sascha Feuchert und Dr. Andrea Löw herausgegeben und mit einem umfangreichen Vor- und Nachwort versehen.

Andrea Löw ist stellvertretende Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte, München.

Sascha Feuchert ist Professor für Neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur und ihre Didaktik am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Moses Rosenkranz kam zur Welt im Jahr 1904 in Berhometh am Pruth, einem kleinen Dorf im Norden der Bukowina. Diese war damals noch ein Kronland der Habsburger­monarchie, mit einem bunten Völkergemisch von Ruthenen, Polen, Rumänen, Deutschen und Magyaren. Im Osten grenzte sie an das Zarenreich. Die Eltern waren Bauern; er wuchs heran als siebtes von neun Kindern.

Die Kindheit verbrachte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche, später Nazilager, dann zehn Jahre Gulag aus politischen Gründen; danach, im volksrepublikanischen Bukarest, weiterhin nur eingeschränkte Freiheit und erneute Bedrohung. Darum Flucht in den Westen. Das bedeutete für ihn: in die Fremde.

Auch im modernen Literaturbetrieb ein Fremder, lebte er zurückgezogen in einem Dorf im Hochschwarzwald. 92-jährig erblindete er plötzlich und starb sieben Jahre später, am 17. Mai 2003.

Alle Titel von Moses Rosenkranz

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
   
 
 

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