Alfred Kittner

(1906, Czernowitz – 1991, Düsseldorf)

Schattenschrift
Erinnerungen 1906-1991
Der Wolkenreiter  Gedichte 1925-1945
Wahrheitsspiel  Gedichte 1945-1991
Briefe mit Rose Ausländer
Erinnerungen an den jungen Paul Celan sowie Die Briefe an Curd Ochwadt
Briefe an Wulf Kirsten
Briefe an Alfred Margul-Sperber


Elisabeth Axmann: Fünf Dichter aus der Bukowina
Bernhard Albers (Hrsg.): Blaueule Leid  Bukowina 1940-1944
Alfred Margul-Sperber: Die Buche  Anthologie
Natalia Shchyhlevska: Verschränkungen  Zu Leben und Werk der Bukowiner Autoren anhand von Briefen und Nachlässen
Itzik Manger: Der Prinz der jiddischen Ballade

 
 

 
über
Alfred Kittner
 

 
Alfred Kittner, geboren am 24. November 1906 in Czernowitz, Bukowina, lebte seit 1981 als freier Schriftsteller in Düsseldorf, wo er am 14. August 1991 starb.

 

 

 
Alfred Kittner
Briefe an Alfred Margul-Sperber

1932–1966
hrsg. von George Guțu
(Alfred Kittner Briefe Bd. 4)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 76)
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 90)
90 S., brosch., 2015
ISBN 978-3-89086-471-6 ISBN 3890864716
€ 25,-   beim Verlag bestellen
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Die in diesem Band wiedergegebenen Briefe von Alfred Kittner an seinen Landsmann Alfred Margul-Sperber, geboren am 23. September 1898, Storozynetz/Storojineț, gestorben am 3. Januar 1967 in Bukarest, liegen handschriftlich im Alfred-Margul-Sperber-Nachlass im Bukarester Nationalmuseum für Rumänische Literatur vor. Sie wurden von mir seiner Zeit beim Verfassen der Dissertation Die rumänische Koordinate der Lyrik Paul Celans (Leipzig, 1977) verwendet und später in der «Zeitschrift der Germanisten Rumäniens», Heft 1, 1992, S. 55–72, erstveröffentlicht.

George Guțu

George Guțu, geboren 1944 in Galatz/Galați, Rumänien, studierte Germanistik und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig und wirkt weiterhin als nun emeritierter Germanistikprofessor und als Übersetzer an der Universität Bukarest.

Bukowiner Literaturlandschaft

Titel von Alfred Margul-Sperber

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Itzik Manger
Der Prinz der jiddischen Ballade

Gedichte
Übertragen aus dem Jiddischen von Rose Ausländer, Alfred Margul-Sperber, Selma Meerbaum-Eisinger und Alfred Kittner
Herausgegeben und mit einem Essay von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 66)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 78)
158 S., brosch., 2012
ISBN 978-3-89086-445-7 ISBN 3890864457
€ 20,-   beim Verlag bestellen
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Der Mönch

Der Weg funkelt silbrig und messergleich
Gräbt er sich tief in die Ebene ein.
Luftspiegelungen. Der Mondenschein.
Und ein finsterer Mönch durchschreitet dies Reich.

Der Frühling, das Kind, die Wiese, der Teich,
Lächeln, berauscht von Duft wie von Wein:
«Tritt in den Bannkreis der Veilchen hinein!»
Aber der Mönch schreitet hager und bleich.

Näher und nah, einen Dolch in der Hand …
Ein Blitz! – blaues Lenzblut bespritzt sein Gewand!
Entsetzt fliehen Kind und Teich übers Feld …

«Dein Blendwerk, o Luzifer, ist nun verweht!»
Er kniet und bekreuzt sich, und vor ihm ersteht
Die andre, ersehnte, die ewige Welt!

 
Niemand weiß genau zu sagen, wer den Ehrentitel «Prinz der jiddischen Ballade» für Itzik Manger erfunden hat und niemand weiß, wann er das erste Mal so genannt wurde. Selten aber wurde ein solcher Ehrentitel mit mehr Berechtigung verliehen als für den jiddischen Dichter, dessen geschliffen funkelnde Lyrik den Leser fasziniert und beglückt.

Geboren wurde er in Czernowitz, der Stadt, die auch der Geburtsort von Rose Ausländer und Paul Celan ist, der Stadt, die als Vielvölkerstadt gerühmt wird, in welcher Menschen mit verschiedensten Religionen, aus unterschiedlichen Kulturen, in fast babylonischem Sprachengewirr, friedlich nebeneinander lebten.

Bukowiner Literaturlandschaft

Titel von und zu Rose Ausländer

Titel von Alfred Margul-Sperber

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 

Наталя Щиглевська
Natalia Shchyhlevska
Verschränkungen

Leben und Werk von Autoren aus der Bukowina anhand von Briefen und Nachlässen
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 58)
7 Abb., 124 S., geb., 2011
ISBN 978-3-89086-463-1 ISBN 3890864635
€ 35,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Verschränkungen will hier als Metapher für Verbindungen und Verflechtungen im Leben und Werk von Rose Ausländer, Georg Drozdowski, Alfred Gong, Alfred Kittner und Alfred Margul-Sperber verstanden werden. Es wird versucht, ihre Verbindungen, Kontakte, gegenseitige Förderung und Beeinflussung aufzuzeigen und zu kommentieren. Die Offenlegung dieser Verschränkungen ermöglicht ein tieferes Verständnis der Lyrik dieser Autoren, erlaubt Rückschlüsse auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Werke und verhilft zu Einblicken in den Literaturbetrieb der 60er Jahre.
 

Alfred Margul-Sperber, Rose Ausländer und «Der Regenbogen» (1939)

Alfred Gong, Rose Ausländer und «Blinder Sommer» (1965)

«Gestatten Sie, – Drozdowski!» Alfred Gong und Georg Drozdowski

Alfred Gong, Alfred Kittner und die Anthologie «Welch Wort in die Kälte gerufen» (1968)

Großstadt als Thema bei Alfred Margul-Sperber, Rose Ausländer, und Alfred Gong
 

Alfred Margul-Sperber
Rose Ausländer
Alfred Gong
Georg Drozdowski
Alfred Kittner
 

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Alfred Kittner
Briefe an Wulf Kirsten

Ausgewählte Briefe
Vorwort Wulf Kirsten
Nachwort Reinhard Kiefer
(Alfred Kittner Briefe Bd. 3)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 49)
112 S., geb., 2010
ISBN 978-3-89086-513-3 ISBN 3890865135
€ 35,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Barbara Wiedemann-Wolf geht in ihrer Dissertation «Antschel Paul – Paul Celan. Studien zum Frühwerk» (Tübingen 1985) mit schulmeisterlicher Strenge gegen so ziemlich alle neben Celan aus dem Czernowitzer Kulturkreis hervorgegangenen Schriftsteller vor, als gelte es, schlechte Noten zu verteilen, um auf diese Weise Celan erhöhen zu können. Eine fragwürdige Methode, die Celan wahrlich nicht nötig hat. Ihr geht es nicht um sachlich-kritische Relativierungen, sondern um Herabsetzungen. So versucht sie, auch Kittner als unglaubwürdige Person darzustellen. So gelten ihr die frühen Celan-Gedichte, die Kittner aufbewahrte, als «sogenannte» Manuskripte. Wohl war Kittner weder Textologe noch Philologe. Er sah sich nie in einer wissenschaftlichen Aufgabe. Aus Liebe zur Dichtung pflegte er sich Abschriften von Gedichten zu machen, die er schätzte. Dabei mögen Abschreibefehler entstanden sein. Ein wissentlicher Fälscher jedoch war er nicht, dagegen sprechen allein seine Geisteshaltung und sein Charakter. Wo er Celan nicht zu folgen mochte, gestand er seine Distanz ein. Was jedoch die Anerkennung seines Ranges und den Respekt vor der Leistung nicht schmälerte. Mit der alles aus dem Celanschen Vor- und Umfeld im Hegelschen Sinne «aufgehoben», das heißt auch überboten wurde, so hoch, daß es über den geistigen Nährboden des Czernowitzer Kulturkreises weit hinauswuchs.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 

 
Alfred Kittner
Erinnerungen an den jungen Paul Celan

sowie Die Briefe an Curd Ochwadt
(Alfred Kittner Briefe Bd. 2)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 43)
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 63)
96 S., brosch., 2008
ISBN 978-3-89086-551-5 ISBN 3890865518
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Sie werden es, denke ich, begreifen und es mir nicht verübeln, wenn es mir widerstrebt, über Dinge zu sprechen, über die seit nunmehr drei Jahrzehnten schon unglaublich viel geschrieben wurde und vermutlich weitaus erschöpfender und mit mehr Sachkenntnis, als ich es heute zu tun ver möchte. Über meinen Landsmann und jüngeren Gefährten aus vergangenen Jugendtagen sind schon zu seinen Leb zeiten unzählige Abhandlungen geschrieben worden. Und noch viel mehr Veröffentlichungen folgten seit seinem Freitod im April 1970, welcher die, die ihm in seinen letzten Jahren öfter begegneten, wohl entsetzte, aber nicht eigentlich überraschte, da seine wiederholten Depressionszustände das Schlimmste befürchten ließen. Das waren Deutungsversuche, Kommentare, Interpretationen, die mitunter kläglich danebengriffen, späterhin Erinnerungen, Begegnungsberichte und anderes mehr.

Alfred Kittner

Bukowiner Literaturlandschaft

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Alfred Kittner
Briefe mit Rose Ausländer

Hrsg. Helmut Braun
(Alfred Kittner Briefe Bd. 1)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 34)
96 S., geb., 2006
ISBN 978-3-89086-581-2 ISBN 389086581X
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Rose Ausländer starb am 3. Januar 1988, berühmt, geehrt und von ihren Leserinnen und Lesern geliebt im Nelly-Sachs-Haus und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Düsseldorf beerdigt. Im selben Jahr erschien im Rimbaud Verlag der Gedichtband «Schattenschrift» von Alfred Kittner, der eine Auswahl aus seinem Werk vorstellt. Dafür wurde ihm der Andreas-Gryphius-Preis zuerkannt. Als Auskunftgeber über Rose Ausländer, deren Zeit und Werk in Czernowitz und Bukarest, stand er immer wieder Wissenschaftlern und Journalisten Rede und Anwort. Er trug damit wesentlich bei, dass die Biografie der Dichterin erschlossen werden konnte. Kurz vor seinem Tode im Jahre 1991 diktierte er auf Kassetten seine Lebenserinnerungen, die er leider nicht mehr überarbeiten konnte. Edith Silbermann, die seine letzten zehn Lebensjahre mit ihm teilte, übertrug die Diktate in Schriftform und gab den Text unter dem Titel Erinnerungen 1996 ebenfalls im Rimbaud Verlag heraus, wo die Publikationen aller Gedichte des Poeten erschienen sind. Damit scheint sichergestellt, dass der Dichter Alfred Kittner, zumindest bei einem fachkundigen Lesepublikum, nicht in Vergessenheit gerät.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Alfred Kittner
Wahrheitsspiel

Gedichte 1945–1991
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 27)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 38)
96 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-666-6 ISBN 3890866662
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Unter den unmenschlichsten Bedingungen hat Kittner nicht aufgehört, Gedichte zu schreiben. Die poetische Bewältigung der ihn umzingelnden feindlichen Realität wurde zum Rettungsring aus der Flut des Grauens.

Bukowiner Literaturlandschaft

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 
Alfred Kittner
Der Wolkenreiter

Gedichte 1925–1945
Hrsg. und Nachwort von Edith Silbermann und Amy Colin
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 18)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 37)
96 S., brosch., 2004
ISBN 978-3-89086-699-4 ISBN 3890866999
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Unter den unmenschlichsten Bedingungen hat Kittner nicht aufgehört, Gedichte zu schreiben. Die poetische Bewältigung der ihn umzingelnden feindlichen Realität wurde zum Rettungsring aus der Flut des Grauens.

Bukowiner Literaturlandschaft

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 
Alfred Kittner
Erinnerungen 1906–1991

Hrsg. von Edith Silbermann
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 4)
4 Abb., 128 S., fadengeh. Brosch., 1996
ISBN 978-3-89086-873-8 ISBN 3890868738
€ 18,-   beim Verlag bestellen
 

 

Die Erinnerungen basieren auf Tonbandaufzeichnungen, insofern erfahren wir in aller Kürze Wesentliches, auch über den «vergessenen Holocaust» (Alexandru Safran) der Juden aus der Bukowina in Transnistrien.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Alfred Kittner
Schattenschrift

Gedichte (1925–1987)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 1)
128 S., geb., 2. Aufl. 1994
ISBN 978-3-89086-966-7 ISBN 3890869661
€ 18,-   beim Verlag bestellen
 

 

«Was an Kittners Gedichten aus den Vernichtungslagern am meisten beeindruckt, ist wohl die Stärke und Ungebrochenheit des Subjekts»

Frankfurter Allgemeine 12.8.1988

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Elisabeth Axmann
Fünf Dichter aus der Bukowina

Rose Ausländer
Paul Celan
Alfred Kittner
Alfred Margul-Sperber
Moses Rosenkranz
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 35)
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 59)
140 S., brosch., 2007
ISBN 978-3-89086-561-4 ISBN 3890865615
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Elisabeth Axmann, geboren 1926 in Sereth, verbrachte ihre Kindheit in der Bukowina, der Moldau und Siebenbürgen. 1944–1946 Flucht, Aufenthalte und verschiedene Tätigkeiten in Rumänien. 1946/47 Abitur, 1947 Studium in Klausenburg. 1954 Heirat und Umzug nach Bukarest, dort bis 1970 Kulturredakteurin bei «Neuer Weg». 1970 Lektorin des Kriterion Verlages. 1972 Redakteurin bei «Neue Literatur». Zahlreiche Übersetzungen. 1977 Flucht aus Rumänien. Seit 1978 hauptsächlich Kunst- und Literaturkritik in rumänischer Sprache. Elisabeth Axmann starb 2015 in Köln.

Alle Titel von Elisabeth Axmann

Bukowiner Literaturlandschaft

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Blaueule Leid
Bukowina 1940–1944

Eine Anthologie
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 10)
Hrsg. und kommentiert von Bernhard Albers
160 S., fadengeh. Brosch., 2003
ISBN 978-3-89086-806-6 ISBN 3890868061
€ 22,-   beim Verlag bestellen
 
SWR «Blaueule Leid» ist persönliche Empfehlung von Caroline Neubaur (SWR Bestenliste)
 
 

 

Literatur-Tipp FOCUS

Autoren und ihre Texte in alphabetischer Reihenfolge

Aharon Appelfeld   Die Eismine
Rose Ausländer   Erinnerungen an eine Stadt · Ins Nichts gespannt
Elisabeth Axmann   die donau der mieresch · Erinnerungen
Klara Blum   Czernowitzer Ghetto
Paul Celan   Die Geisterstunde · Es fällt nun, Mutter, Schnee · Nähe der Gräber
Georg Drozdowski   Damals in Czernowitz
Robert Flinker   Fegefeuer
David Goldfeld   Todeslied
Alfred Gong   Bukowina · Ihr werdet vergessen · Kinderlied über'n «Jud» · Mein Vater · Topographie
Edgar Hilsenrath   Nacht
Leo Katz   Brennende Dörfer · Totenjäger
Heinz Kehlmann   So weit nach Westen
Alfred Kittner   Blaueule Leid · Erinnerungen · Heimkehr aus dem Lager · Podoliens Erde
Itzig Manger   Die Ballade vom weissen Brot
Alfred Margul-Sperber   Auf den Namen eines Vernichtungslagers · Der Neger Jessy Owens · Gespräch mit einem Kind · Glüht das dunkelnde Leben
Selma Meerbaum-Eisinger   Poem · Tragik · Trauer
Gregor von Rezzori   Blumen im Schnee
Moses Rosenkranz   Bukowina 1940–1941 · Die Blutfuge · Der Erledigte · Der Todeszug · Jüdisches Morgenlied 1941
Dorothea Sella   Der Ring des Prometheus
Ilana Shmueli   Erinnerungen · Ohne Boden war die Heimat
Edith Silbermann   Erinnerungen
Immanuel Weißglas   Babylonische Klage · Er
Manfred Winkler   Das Gedicht vom Nichts · Der Flüchtling 1938

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Alfred Margul-Sperber
Die Buche

Eine Anthologie deutschsprachiger Judendichtung aus der Bukowina
Zusammengestellt von Alfred Margul-Sperber
Aus dem Nachlass herausgegeben von George Guțu, Peter Motzan und Stefan Sienerth
469 S., geb., 2. Auflage 2011
Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!
ISBN 978-3-9809851-4-7 ISBN 9783980985147 
 

 

Rose Ausländer · Uriel Birnbaum · Klara Blum · Paul Celan · Zeno Einhorn · Norbert Feuerstein · Ernst Maria Flinker · Robert Flinker · Benjamin Fuchs · David Goldfeld · Lotte Jaslowitz · Josef Kalmer · Alfred Kittner · Ewald Ruprecht Korn · Artur Kraft · Josef I. Kruh · Kamillo Lauer · Siegfried Laufer · Ariadne Baronin Löwendal · Hugo Maier · Itzig Manger · Alfred Margul-Sperber · Tina Marbach · Salome Mischel · Johann Pitsch · Moses Rosenkranz · Heinrich Schaffer · Isaac Schreyer · Jakob Schulsinger · Erich Singer · Isak Sonntag · Klaus Udo Tepperberg · Victor Wittner · Kubi Wohl

Erstens sind ihre Träger Dichter, in einer Zeit. in der, wie ein Witz lautet, ein Ehemann seiner Frau auf die vor dem Schaufenster einer Modistin geäußerten Bitte, er möge ihr einen bestimmten Hut kaufen, denn er sei wie ein Gedicht, mit geringschätzendem Achselzucken erwidert: «Aber Liebling, wer kauft heutzutage noch Gedichte!» Zweitens sind diese Dichter Juden, und das heißt, dass die nichtjüdische Welt von diesen Dichtern nichts wissen will […] und dass die jüdische Welt, wenn man ihr mit jüdischen Gedichten kommt, erklärt, sie habe heutzutage andere Sorgen. Drittens schreiben die jüdischen Dichter der Bukowina in der überwältigenden Mehrzahl deutsch, und das ist ein Fall besonderer Tragik in einer Zeit, in der man ja auch den in Deutschland lebenden jüdischen Dichtern […] dies Recht auf ihre Zuständigkeit in der Dichtung deutscher Zunge abspricht […]. Die vierte, vielleicht wesentlichste Tragik der jüdischen Dichter der Bukowina besteht darin, dass sie eben in der Bukowina leben, wo es für sie weder ein Echo noch ein Publikum gibt, weder Verleger noch Verbreitungsmöglichkeit durch periodischen Druck, keine Zeitschriften, nur Tageszeitungen […].

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 

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