Rudolf Hartung

(1914, München – 1985, Berlin)

Werkausgabe

Vor grünen Kulissen  Sämtliche Gedichte
Elias Canetti - Ein Rezipient und sein Autor
Wiederkehr der Lyrik? Kritische Dialoge


Elias Canetti: Rudolf Hartung  Briefe, Autobiographisches und Fotos
Bernhard Albers: Améry – Canetti – Hartung  Mit Briefen und Texten aus dem Nachlass

 

 
über
Rudolf Hartung
 

 
Rudolf Hartung, 1914 in München geboren, studierte Psychologie, Philosophie und Neue Deutsche Literatur­geschichte. Anschließend war er Lektor. Von 1963 bis 1979 Mitherausgeber und Chefredakteur der Neuen Rundschau. Er erhielt u.a. den Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Hartung starb 1985 in Berlin. Sein lyrisches Werk liegt hier zum ersten Mal vollständig vor. Es steht in Tradition der Naturlyrik Wilhelm Lehmanns und Günter Eichs. Daneben schrieb er autobiographische Prosa und Essays.

 

 

 
Bernhard Albers
Améry – Canetti – Hartung

Mit Briefen und Texten aus dem Nachlass
Kommentiert von Hanna Tröger
Mit Beiträgen von Ingrid Pohl und Hans Dieter Zimmermann
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 102)
152 S., fadengeh. Klappenbrosch., erscheint Frühjahr 2017
ISBN 978-3-89086-401-3 ISBN 3890864015
€ 25,-  
 
 

 

Inhalt:

Rudolf Hartung: Mit Vergangenheit und Schicksal

Rudolf Hartung: Die Freiheit, sein Leben zu beenden

Briefwechsel
      Jean Améry und Elias Canetti
      Jean Améry und Rudolf Hartung

Texte aus dem Nachlass von Elias Canetti
      Aufzeichnungen zu Jean Améry
      Rudolf Hartungs letzte Krankheit

Brief von Elias Canetti

Ingrid Pohl: Allein

Ingrid Pohl: Anmerkungen zu Canetti

Hans Dieter Zimmermann: Über Rudolf Hartung

 

Alle Titel von Bernhard Albers

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Elias Canetti
Rudolf Hartung

Briefe, Autobiographisches und Fotos
Aus dem Nachlaß von Elias Canetti
herausgegeben von Bernhard Albers
15 Abb., 80 S., Klappenbrosch., 2011
ISBN 978-3-89086-470-9 ISBN 3890864708
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

Rezension FAZ

Elias Canetti über Rudolf Hartung

Ich schreibe diese «Erinnerung» aus Berlin nieder, aber ich muss hinzufügen, dass ich trotz meiner Betroffenheit über sein Verhalten Hartung noch immer liebe. Es gibt, glaube ich, nichts, was ich ihm nicht leicht verzeihen könnte. Nicht nur bleibt alles bestehen, was er für mein Werk getan hat. Es ist wesentlich, und daran könnte niemand je rütteln, dass er es lange Jahre als Einziger getan hat. Man muss das umso mehr würdigen, als es sicher ist, dass mein Werk ihm nicht eigentlich liegt. Seine wahren Götter sind Thomas Mann und Henry James, mit denen ich überhaupt nichts, wirklich nicht das Geringste gemein habe. Er steht ganz zu Freud und lehnt darum sehr Vieles in «Masse und Macht» ab. Er liebt den Tod und gewiss verachtet er meinen krüden Todeshass. Meine Sicherheit und vielleicht auch meine Kraft muss ihn oft bedrücken, wie meinen Bruder Georg. Ich liebe ihn aber keineswegs nur wegen seiner kapitalen Verdienste um mein Werk. Ich liebe seine ganze Art, weil sie meiner so entgegengesetzt ist, das Tastende, Empfindliche, Balancierende seiner Natur, seine Schwermut, die Ähnlichkeit mit der Vezas hat, die Schwierigkeit seines Lebens, selbst seine Tücken und Gehässigkeiten, die er wie jeder hat, die ich früher übersah und jetzt in der Erinnerung erst als solche erkenne. Ich sollte vielleicht nicht bei ihm wohnen, weil ich ihm sehr auf die Nerven gehe. Es ist möglich, dass er sich schärfer gegen mich stellen wird, wenn ich wirklich berühmt sein sollte. Er hat einen wohltuenden Hass gegen alle Aufgeblasenheiten und unterwirft sich nie. Ich betrachte ihn als einen Freund, der mir gleichgestellt ist, und das ist keine mitleidige Fiktion wie in manchen anderen Fällen, das meine ich. Ich werde ihm nie für etwas grollen, was er gegen mich tut, selbst wenn es schmerzlich und unerwartet ist wie jene Nacht in Berlin.

 

 

 
Rudolf Hartung
Vor grünen Kulissen

Sämtliche Gedichte
(Werke Band I)
1 Abb., 96 S., geb., 1990
ISBN 978-3-89086-928-5 ISBN 3890869289
€ 10,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

 

 

 

 
Rudolf Hartung
Elias Canetti
Ein Rezipient und sein Autor

(Werke Band II)
159 S., geb., 1992
ISBN 978-3-89086-885-1 ISBN 3890868851
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Hartung hat als Lektor des Weismann Verlages 1948 nicht nur die Wiederveröffentlichung von Canettis Roman «Die Blendung» betrieben, sondern darüber hinaus in singulärer Weise dessen Werk publizistisch begleitet.

Der Band enthält alle Rezensionen sowie unter anderem Auszüge aus dem unveröffentlichten Briefwechsel von Hartung und Canetti.

 

 

 

 
  Rudolf Hartung
Wiederkehr der Lyrik?
Kritische Dialoge 1963–1979

(Werke Band III)
92 S., brosch., 1997
ISBN 978-3-89086-816-5 ISBN 3890868169
€ 16,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

 

 

 

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