Heinrich Detering

(*1959, Neumünster)

«Der Tod ein deutscher Meister»  Immanuel Weißglas’ frühe Gedichte
Drei Erscheinungen  Ein Triptychon
Zeichensprache  Frühe Gedichte 1977-1987

 

 
über
Heinrich Detering

Photo: Jens Gerdes

 
Heinrich Detering ist Literaturwissenschaftler an der Universität Göttingen. Er veröffentlichte Studien u. a. über Brecht und Laotse, Andersen, Nietzsche, Thomas Mann, Bob Dylan. 2004 erschien sein Gedichtband Schwebstoffe, 2009 folgte der Band Wrist, 2012 Old Glory, 2014 Drei Erscheinungen, 2015 Wundertiere. 2003 war er Paul-Celan-Fellow an der Washington University (St. Louis), 2004 hatte er die Mainzer Poetikdozentur und 2012 die Kieler Liliencron-Dozentur inne. 2014 war er Aston Writer in Residence in Birmingham.

 

 

 
Heinrich Detering
Zeichensprache

Frühe Gedichte 1977–1987
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 106)
82 S., brosch., 2016
ISBN 978-3-89086-398-6 ISBN 3890863981
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Würzburg, Lusamgärtlein, Walthers Grab

Hier ist einer, den kennen wir nicht. Keiner von uns. Unsere Füße rühren an seinen Staub, und die Sperlinge pudern darin ihr Gefieder, bevor sie fortfliegen, über den Stein hinweg. Wer hätte ihnen Körner gestreut, im Auftrag dessen, den wir nicht kennen? Das Licht sättigt sie nicht, das aus dem Sommer­himmel herabfällt, herab von der Kuppel des Münsters, herab aus dem Laubwerk. Unsere Bilder sättigen sie nicht, die wir hier aufstehen lassen und wandeln. Aber der Wink dessen, der thront in den Rundbögen über dem Grab, weidet auch sie.

Weitere Lyrik-Taschenbücher

Lesungen

 

 

 
Heinrich Detering
Drei Erscheinungen

Ein Triptychon
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 91)
70 S., brosch., 2014
ISBN 978-3-89086-397-9 ISBN 3890863973
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Der schottische Dichter James Macpherson sieht im achtzehnten Jahrhundert die toten Helden Ossians. Die heilige Bernadette Soubirous sieht im neunzehnten Jahrhundert die Jungfrau Maria. Der amerikanische Schriftsteller H. P. Lovecraft sieht in seinen Horrorgeschichten die Monstren des zwanzigsten Jahrhunderts. Um drei historische Gestalten, ihre Stimmen, Visionen und Träume geht es in diesem poetischen Triptychon, einem Experiment zwischen Cento und Collage, Erzählung und Gedicht.

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Heinrich Detering
«Der Tod ein deutscher Meister»

Immanuel Weißglas’ frühe Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 68)
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 77)
96 S., fadengeh. Brosch., 2013
ISBN 978-3-89086-444-0 ISBN 3890864449
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Immanuel Weißglas, geboren 1920 in Czernowitz, starb 1979 in Bukarest.

In seinen frühen Gedichten erprobt Immanuel Weißglas poetische Antworten auf das erlebte Grauen, die gerade in der Überanstrengung, in der Transformation und schließlich im Zerbrechen einer zum letzten Mal aufgerufenen Dichtungstradition ihr spannungsvolles Pathos gewinnt. Die vorliegende Studie plädiert für eine neue Lektüre und eine neue Bewertung dieser Texte.

 

Immanuel Weißglas

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